Zur allgemeinen Situation

Selbsternannte Menschheitsretter wie das AAW oder ähnliche Verbände argumentieren gerne damit, dass Sportschützen herzlos seien, weil sie sich nur auf Zahlen berufen würden. Nun, das will ich nicht so stehen lassen, denn es ist eine bösartige Unterstellung uns Empathielosigkeit vorzuwerfen. Wir fühlen sehr wohl mit den Angehörigen der Opfer, es ist eine Unverschämtheit das Gegenteil zu behaupten!

Das Problem bei der Sache ist folgendermaßen zu sehen: Die Emotionen die Waffengegner bei Diskussionen immer fordern werden sehr einseitig gehandhabt, denn zeigt ein Sportschütze Emotionen wenn man ihn grundlos beleidigt, wirft man ihm vor nicht sachlich zu agieren. Agiert er hingegen sachlich, wirft man ihm Emotionslosigkeit und somit eine potentielle Tendenz zu Gewalt vor. Das alles ist ein Beispiel für die Machenschaften der Leute die den Schießsport verhindern wollen und es tendiert in eine Richtung die den Methoden eines Josef Göbbels nicht unähnlich sind, denn wer Emotionen benutzt um die Ratio zu umgehen schafft einen Mob der handelt ohne nachzudenken. Das AAW und vor allem die Mitglieder die dort vermutlich nur beitraten weil sie in ihrem Leben kein großes Betätigungsfeld haben, sind also selbst die Mobber, die sie ja angeblich so selbstlos und heldenhaft bekämpfen wollen und sie versuchen eine sachliche Debatte im Keim zu ersticken indem man sich weder an Fakten noch an Expertenmeinungen hält, sondern nur das eigene Programm in den Vordergrund stellt. Das, liebe Freunde der seichten Unterhaltung, ist nicht sachlich, das ist Propaganda – nicht mehr und nicht weniger. Ich sehe ein gewisses Gefahrenpotential in einer Gruppe die sich über das Gesetz zu stellen versucht und dies durch den Einsatz von Medienprofis und Werbeagenturen auch noch halbwegs geschickt öffentlich präsentieren kann. Davon dass diese Leute ihre toten Kinder verkaufen indem die die Trauerseite zu einem bizarren Onlinesouvenirsshop umfunktionierten, wird abgelenkt indem man auf die Tränendrüse drückt und mit geschönten Statistiken oder „Experten“ auf die große Gefahr der legalen Waffen hinweist – ein wenig mehr Feingefühl hätte ich angesichts der großen Trauer schon erwartet.

Ich versuche immer noch zu ergründen, warum man ausgerechnet in legalen Waffen ein so hohes Risiko sieht, denn der Anteil von Schusswaffen in der Verbrechensstatistik liegt laut BKA bei gerade mal 0,2% und in diesen 0,2% sind alle Vorfälle mit Schusswaffen enthalten, also auch Drohungen mit Schreckschuss-/Anscheinswaffen oder Verstöße mit Dienstwaffen von Beamten/Soldaten. Wenn man also alles herauszieht was nichts mit Legalwaffen in Privatbesitz zu tun hat, liegt der Anteil in einem so verschwindend geringen Promillebereich, dass er statistisch quasi nichtmehr relevant ist. Das bedeutet nicht, dass einem die Opfer – die es ja immer noch gibt – egal sind, das bedeutet, dass es andere Straftaten gibt die ein wesentlich größeres Gefahrenpotential beinhalten als legale Feuerwaffen in Privatbesitz. Hoplophobiker mögen da zwar anderer Meinung sein, aber Hoplophobie ist eine abgewandelte Form von paranoider Schizophrenie und eine psychische Störung sollte keine Qualifikation für Expertenaussagen sein.

Jährlich sterben ca. 300 Menschen an Messerattacken und noch ein paar Hundert weitere an Verkehrsunfällen oder Suchtmittel-/Medikamentenmißbrauch – trauern die Angehörigen der Verstorbenen dieser Vorfälle weniger um die Toten? Wie pervers und selbstsüchtig muss man sein um dem Tod dieser Menschen eine Art von geringerer Qualität einzuräumen indem man behauptet, dass Autos oder Messer weniger gefährlich seien oder man die Herbeiführung  von Toden mit solchen Gegenständen als Opfer für das Leben in einer westlichen Industrienation hinnehmen müsse – sozusagen die Kollateralschäden der modernen Zivilisation?

Wer ist denn hier empathielos? Die Sportschützen die es nicht kümmert ob jemand erschossen oder überfahren wurde, weil für sie jeder Tod schlimm ist oder die fanatischen Waffengegner für die ein Toter nur ein betrauernswerter Toter ist, wenn er erschossen wurde? Was für ein antidemokratisches Potential ist denn hier tendentiell zu erkennen, wenn man Toleranz und Weltoffenheit predigt, aber statt einem sachlichen Dialog nur Lüge und Hetze beherrscht und alles verbieten will was einem nicht gefällt? Sind solche Menschen geistig wirklich schon weiter als das 3. Reich? Wie kann man so dreist sein und die eigene geringe Intelligenz auf andere projizieren indem man vermeintliche Beleidigungen zu erkennen glaubt, nur weil man schlicht zu dumm ist einen einfachen Text zu lesen und dann auch noch zu verstehen? Wie kann man so unglaublich dumm oder abgebrüht sein und anderen Toten aufs Grab pissen, nur um die eigenen Verluste besser präsentieren zu können, damit sie mehr Gewinn abwerfen wenn man sie vermarktet? Stellt Euch öffentlich vor eine Kamera und sagt das was in den Foren geschrieben wurde (noch alles nachzulesen, falls es nicht wie so viele Sachen gelöscht wurde), nämlich, dass der Tod eines Verkehrsopfers in euren Augen zwar auch tragisch aber nicht mit einem Amoklauf zu vergleichen sei – erklärt bitte den trauernden Hinterbliebenen von Angesicht zu Angesicht, dass Ihr glaubt der Tod ihrer Kinder sei akzeptabler weil sie ja nur von einem Besoffenen überfahren wurden und stellt nicht uns als das ultimative Böse dar um von Eurem verkorksten Charakter abzulenken! Erklärt den Opfern von Messerattacken, dass sie sich hinten anstellen müssen und erwartet besonders viel Lob und Dank von Vergewaltigungsopfern die alles über sich ergehen lassen mussten, weil Leute wie Ihr dafür sorgten, dass das Führen von Einhandmessern, Schlagstöcken und Tasern verboten wurde, damit alles sicherer wird – zumindest für Gewaltverbrecher. Zeigt der Welt doch auch mal Euer anderes Gesicht: das Gesicht der arglistigen Hetzer die Sportschützen genau in dem Maße mobben wie die bösen Mobber die Ihr angeblich jagt, das Gesicht der Fanatiker die nur um ihr sektenartiges Projekt besorgt sind, das Gesicht der Heuchler, Lügner und Verleumder die Polizisten entwaffnen wollen weil die ja auch gefährlich sein könnten, das Gesicht der naiven Trottel, die glauben man könne Gewalt wegdebattieren und ein Volk nur mit Ketten und Verboten regieren – Euer wahres Gesicht.

Fragen über Fragen und die Antwort wäre so einfach, aber was weiß ich schon, ich bin doch nur ein Untermensch – ich bin Sportschütze. Wenn in ein paar Jahren die neue selbsternannte Herrenrasse der einfältigen Emotionsdiktatoren unser Land beherrscht, werden wir sehen ob es wirklich so klug war sein Leben von Leuten bestimmen zu lassen, die jede abweichende Meinung mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln im Keim zu ersticken versuchen.

Wer sich eingehender mit der Materie beschäftigen will kann für den Anfang diesem Link folgen http://wiki.piratenpartei.de/AG_Waffenrecht/Themensammlung#Verhindern_Waffenverbote_Gewaltdelikte.3F oder selbst im Netz nachforschen, ich spare mir hier groß auf Quellen zu verweisen, da erfahrungsgemäß die meisten Leute schon zu faul waren bis hier zu lesen.

In diesem Sinne: schönen Tag noch 🙂

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5 Kommentare zu “Zur allgemeinen Situation

  1. […] Zur allgemeinen Situation Schöner Kommentar vom Mingolfhooligan: Zur allgemeinen Situation. […]

  2. volker t. sagt:

    Ein weiteres Beispiel für die Bigottierie und die selektive Wahrnehmung in unserer Gesellschaft: Jede Woche werden in Deutschland drei Kinder getötet, ohne dass sich Medien, Aktionsbündnisse oder Politiker echauffieren.

    Der Vorsitzende der Kinderhilfe dazu: „Wenn in einer Woche drei Menschen von rechten Schlägern zu Tode geprügelt würden dann säße jetzt der Innenminister hier und die ersten Lichterketten wären schon in Arbeit“.

    http://www.mainpost.de/ueberregional/politik/zeitgeschehen/Jede-Woche-werden-drei-Kinder-getoetet;art16698,6814569

    • Semper Fidelis sagt:

      Das ist wie mit den Toden von Steve Jobs und Dirk Bach im Vergleich zum Rest der Welt: Wenn einer stirbt, weinen Millionen, aber wenn Millionen sterben, weint niemand.

  3. Erik Fridjoffson sagt:

    Es sind übrigens um die 4000 Waffenscheininhaber bei ung. 81 Mill. Bundesbürger.

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