Der Li La Launelanz und seine lustige Truppe

Lenßen bettelte regelrecht nach einen Argumentum ad hominem, aber wenn ich den hier ehrlich kommentiere, baut Merkel wieder Lager in Polen – just for me.

Die ganze Sendung war eine erbärmliche Propagandanummer mit dem üblichen Standardprocedere von der Stange: der Sündenbock, die Hysterische, der arrogante Fatzke, der alte Sack, der irgendwann mal ein Buch las und die adipöse Popschnepfe mit Migrationshintergrund, die es trotz eines schweren Schicksals geschafft hat.
Das alles wurde moderiert von einem manipulativen Schwiegermuttergigolo mit Botoxlächeln und war weder investigativ, noch informativ, sondern einfach nur müßig und peinlich.

Sogar RTL kann dem versoffenen Versagermob um 13:00 Uhr niveauvollere Sachen bieten und wir reden hier über einen Sender, der sich für nichts, wirklich nichts zu schade ist.

Vielen Dank an Katja für ihre Geduld, vielleicht kommt sie irgendwann mal in eine Sendung, in der sowohl Gastgeber als auch Gäste so viel Erziehung genossen, dass die es vermögen, auch Gäste mit kontroversen Ansichten ihre Sätze beenden zu lassen. Auch ein Publikum, welches nicht nur auf Befehl, sondern in Eigeninitiative applaudiert, wäre ein Tribut an alle mündigen Bürger in einer vermeintlich freien Demokratie.

Lenßen verärgerte die wartenden Gäste mit seiner Verspätung (wurde rausgeschnitten) und kokettierte die ganze Sendung durch mit arrogantem Gehabe, diffus formulierten Halbwahrheiten und längst widerlegten Vorurteilen – sowas mag seine arbeitslosen Fans aus dem Unterschichtenmillieu schwer beeindrucken, von Seriosität oder gar Fachwissen zeugt das jedoch nicht.

Das blonde Mädchen hat sicherlich als einzige anwesende Person einen Grund irrational zu agieren und dies ist ihr gutes Recht. Der Rest vom Fest versteckte sich hinter ihr und einem Haufen Leichen um mit emotionalem Sensationalismus die eigene Inkompetenz und Hilflosigkeit zu übertünchen. Geklappt hat es anscheinend nicht so recht, denn selbst die Applauszombies im Hintergrund bewegten sich nur, wenn ein Licht den Klatschbefehl erteilte.

Wenn wirklich alles so eindeutig wäre, wie Lanz&Co. es darzustellen versuchten, wäre Frau Triebel sicherlich kein Gegner gewesen und man hätte ihr ermöglicht ausführlich Stellung zu beziehen.
Blöd nur, wenn das nicht zugelassen wird und man lieber die altbackene Nummer mit der gescripteten Dresche für den Sündenbock abzieht, weil es bequemer ist, ein fiktives Feindbild auf dem Scheiterhaufen zu verbrennen, statt sich objektiv mit einer Thematik auseinanderzusetzen.
Lanz verdrehte Aussagen, stellte sich absichtlich dumm oder verstand Gesagtes vielleicht wirklich nicht.
Sowas können Zehnjährige im Justin Bieber Chat auch, nur vermögen es selbst diese Pubertierenden sich noch so zu verhalten, dass der Leser nicht rätseln muss, ob er mit profanem Trolling konfrontiert wird, oder lediglich kognitive Insuffizienz herrscht – Lanz begeht da eine permanente Gratwanderung und mehrmals versuchte Onkel Peinlich dann auch noch die Überlebende eines Schulmassakers zum Weinen zu bringen.
Als Stilmittel mag das für Lanz Gold sein, aber moralisch gesehen ist es eben im Fernsehen wie im echten Leben: Scheiße kann man nicht polieren.
Wer Traumatisierte erneut mit dem Trauma konfrontiert, nur um seinen wackeligen Standpunkt zu festigen und damit seine Spätabendshow zu retten, verdient sicherlich den einen oder anderen Titel, jedoch ist es mir dieser arme Mann nicht wirklich wert, ausfallender als üblich zu werden. Die Sendung „Fernsehkritik.TV“ deckte ja schon des Öfteren die menschenverachtenden Methoden der Unterhaltungsgangster auf, aber sowas war bis dato nicht mal bei RTL der Fall. Das ZDF sollte sich wirklich ernsthaft überlegen, ob es sich weiterhin schützend vor einen solchen Menschenjäger stellen will, der ja auch schon bei Frau Wagenknecht zeigte, wie wenig er von seinen Gästen hält.

Wo man bei Eva Herman noch schluderte, wurde nachgebessert und die Hetze präsentiert sich dem unbedarften Zuschauer viel subtiler. Es sind die Kleinigkeiten, die vermeintlichen Kumpaneien zwischen Moderator und gewissen Gästen, während der Sündenbock mit einem kalten „Sie“ abgewatscht wird.
Das freundliche, zustimmende Lächeln, wenn die Vorzeigemainstreamer ihre Standarphrasen abspulen und das herablassende Herrenmenschengebaren, wenn „das Böse“ angegiftet wird – die Entmenschlichung des Feindbildes war schon immer das Steckenpferd der Propagandisten und so mancher beim ZDF tritt da schon mal, gewollt oder ungewollt, in die Fußstapfen längst verblichener Verführer und Manipulatoren.
Es sind diese kleinen, aber feinen Unterschiede, die eine moderierte Sendung von einer verlogenen und niederträchtigen Propagandanummer unterscheiden.

Fazit: ein gescheiterter Winkeladvokat, der sich jetzt für Privatsender prostituieren muss, um noch seine Miete bezahlen zu können, sollte bei seinem drittklassigen scripted reality Niveaulimbo bleiben und nicht versuchen zwischen seiner Profession „Dirty Harry für bildungsferne Alkoholiker“ und dem vermeintlich eloquenten Experten zu pendeln – das klappt nie!
Echt jetzt, Junge! Nie!
Die Wochenschau hatte auch schon ihre Propagandastars und hier sieht man die gleiche erbärmliche Faschistenscheiße wieder.
Das ganze Spektakel war eine mediale Masturbationshilfe für feudale Herrenmenschen, aber keine objektive Debatte.
Für diese jämmerliche Peinlichkeit raubt die GEZ Zwangsgebühren? Zur Zeit des Volksempfängers gab es solche Medialfäkalien wenigstens noch gratis!

Wenn man keine Ahnung hat:

Messe

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5 Kommentare zu “Der Li La Launelanz und seine lustige Truppe

  1. pwalter101 sagt:

    Hat dies auf pwaldi rebloggt und kommentierte:
    Einfach gut 🙂

  2. longcolt sagt:

    Hat dies auf Longcolt rebloggt und kommentierte:
    Ich kann die Wut über die willentlich Ahnungslosen nur teilen. Gesehen und gelesen bei Semper Fidelis.

  3. papasan sagt:

    Schlimme Sendung, noch schlimmerer Moderator, volle Zustimmung, aber:
    bezogen auf den RA Lenz ist der Begriff „…seppuku falsch!
    Hier ist der Begriff Harakiri richtig! Bei Seppuku handelt es sich um die ehrenhafte Selbstentleibung. Harakiri ist die nicht ehrenhafte Methode.
    Den RA wollen wir doch nicht ueberbewerten und die Japaner
    beleidigen.
    Sayonara
    Papasan

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