Ein Rant an die Politik

In diesem LINK ist eine politische Debatte im Bayerischen Landtag über die geplante Verschärfung des Waffenrechtes zu sehen und ich bin mehr als peinlich berührt ob der unglaublichen Arroganz und Inkompetenz, der Hetze und des manipulativen Aktionismus, der beteiligten Politiker.

Eine kleine Ausnahme stellten die CSU und die Freien Wähler, die zumindest halbwegs versuchten faktenbasiert zu argumentieren, jedoch war auch für diese partiell eine strengere Überwachung unbescholtener Bürger in gewisser Hinsicht legitim und dies ist inakzeptabel.

Mit einer herausragendend verstörenden Selbstinzenierung setzte sich ein gewisser Prof. Dr. Peter Paul Gantzer in Szene, der allen Ernstes damit prahlte eine WBK und selbst Waffen zu besitzen, dann aber nicht mal die Basics kannte, die man heutzutage in jeder Sachkundeprüfung lernt.
Er beharrte darauf, dass man aus Schreckschusswaffen Vollautomaten bauen könne und zudem meinte er noch, den Handel im Darknet „strenger kontrollieren“ zu können – als ob der verschlüsselte Handel und die anonymisierte Bezahlung mit Bitcoin auf irgendeine Weise zu kontrollieren wären.
Hinzu kam, dass dieser Mann auf mich den Eindruck erweckte, angetrunken zu sein. Darauf ließ zumindest seine Körperhaltung und sein deutliches Lallen schließen.
Angesichts dieses vermeintlichen Alkoholproblems rate ich den zuständigen Behörden eine Überprüfung seiner Zuverlässigkeit an.

In jedem Betrieb wird man nach Hause geschickt, wenn man mit einer Alkholfahne erwischt wird, geschweige denn ganz offensichtlich besoffen durch die Halle torkelt. Geschieht dies mehrmals, bekommt man Abmahnungen und wird entlassen – anders im Landtag, da darf man mit zugedröhntem Schädel bar jeder Kompetenz und Hintergrundinformation über sein Feindbild halluzinieren und bekommt dann noch tosenden Applaus.

Kann auch sein, dass ich diesem armen Mann Unrecht tue und er nach einem schweren Schicksalsschlag (Schlaganfall, etc.) an einem Hirnschaden leidet, er gar nicht betrunken war, sondern einfach nicht anders kann – soll ja vorkommen und im Falle dessen mein Mea Culpa. Brofist gibt es trotzdem nicht.

Ist es eigentlich für Abgeordnete des Landtags legal andere Abgeordnete zu bespitzeln und in deren Privatsphäre herumzustöbern? Immerhin beschaffte sich Gantzer die Information, dass sein Kollege Flierl ebenfalls eine WBK besitzen würde.

Funny war dann auch noch eine Katharina Schulze von den Grünen, die mit dem Jargon einer plüschponysammelnden Fünfjährigen („hoppeln“) versuchte originell-rebellisch und jugendlich-spritzig zu wirken, was aber eher den Eindruck erweckte, dass sie charakterlich noch in einer pubertären Orientierungsphase hängt und den Großteil ihrer Redezeit einfach nur über die Maße davon begeistert war, vor Publikum sprechen zu dürfen. Dies bestätigten auch ihre theatralischen Redepausen, in denen sie dann auch demonstrativ auf Beifall wartete.
Sicherlich gab es dafür ein „Kudos!“ von der Grünen Jugend aber Politik sollte sich nicht dazu erniedrigen, um das wohlwollende Nicken einer Neuauflage der FDJ zu betteln.

Auch sie will künftig den Handel im Darknet strenger kontrollieren, vermutlich setzt sie sich dafür in Kürze mit dem Bundesverband der illegalen Waffenschieber an einen Tisch und setzt mit entschlossener Mimik ein Zeichen.

Sie meinte, dass ja nahezu jede illegale Waffe mal legal war, verbummelte dabei aber festzustellen, dass Vollautomaten, Sprengstoff und Panzerabwehrsysteme eben noch nie für den zivilen Sektor gedacht waren und dies auch ohne weitere Regulierung bereits illegal ist.

Gantzer und Schulze waren sich beide einig, dass ihre Opponenten allesamt im Unrecht seien, denn sie würden die Position der AFD vertreten und da muss man dann ja schon aus Prinzip anderer Meinung sein.

Nur soviel: ich bin auch kein Freund der AFD aber wenn die AFD feststellt, dass es im Winter schneit und die Menschen größtenteils zur Mittagszeit Happa mampfen, dann ist das nicht weniger richtig, nur weil es von der AFD kommt und dieses Spürchen Erkenntnis könnte man doch von der Créme de la Créme der Bürger in Form von Landtagsabgeordneten erwarten, denn ansonsten kann man Gesetze gleich mit Zetteln in einer Lostrommel austüddeln, weil von den Entscheidungsträgern ohnehin kein zurechnungsfähiger Kommentar zu erwarten ist.
Einen solch trotzigen und infantilen Beißreflexscheißdreck will ich nicht mal im Sandkasten sehen, wenn sich Kleinkinder um die Förmchen streiten, geschweige denn im Land- oder Bundestag, wo über das Schicksal von Menschen entschieden wird.

Auch vertreten beide die Auffassung, dass Flierl (CSU) und sein Kollege Aiwanger (Freie Wähler) nur das nachplappern („den Lobbyisten nachhoppeln“) würden, was die Waffenlobbyisten ihnen vordenken würden.

Eine Waffenlobby gibt es in Deutschland de facto nicht für Zivilisten, denn die echte Waffenlobby sind Konzerne wie Krauss-Maffei, Rheinmetall oder Oerlikon und die interessieren sich nicht die Bohne für ein paar Sportschützen, Jäger und Sammler, die ihrer Passion frönen.
Bei diesen Konzernen geht es um Rüstungsgeschäfte im Milliardenbereich und da wären wir dann wieder bei den Grünen, die als erste Partei seit der NSDAP – zwar unter großen Bauchweh von Josef Fischer aber dennoch – deutsche Soldaten in einen Krieg schickten. Die German Rifle Association ist dabei auch noch Lichtjahre davon entfernt auch nur ansatzweise der NRA zu ähneln aber für ein wenig pathetisches Schuldgekotze reicht das dem alkoholisierten Mann der SPD offensichtlich – so kann man sich seinen Wissensmangel auch schön saufen.

Lobbyismus ist doch eigentlich das Steckenpferd der Grünen und sie wollen doch permanent reflexhaft alles gesetzlich verankern, was irgendeine insignifikante Randgruppe fordert und genau das ist doch die von Püppi so feixend angeprangerte Lobbyistenhörigkeit.
Lobbyismus ist für die Grünen also kategorisch Teufelswerk wenn er nicht der grünen Ideologie komform ist und generell das Licht Gottes, wenn es irgendwie mehr Wählerstimmen für die Grünen an Land schwemmt.
Strange, wenn man als Partei  jedem dahergelaufenen Interessenvertreter wie eine billige Hafennutte die Arschritze küsst aber der Opposition schon eine kausale Verbindung zum Holocaust andichtet, nur weil der Wortlaut einer Position dem der AFD ähnelt – einer AFD die immer noch eine legale und somit absolut legitime Partei ist, egal wie man zu deren Programm stehen mag. Die Präsenz verschiedener Programme nennt man Vielfalt. Dieser Terminus gilt nicht nur bei sexuellen Präferenzen zivilisationsmüder Grünwähler*innen_inninnen – Vielfalt ist mehr als ein nachmittägliches Genitalzucken und obliegt nicht dem Deutungsmonopol totalitärer Ökosektierer.
Wo wir gerade so nett bei den Nazivergleichen verharren: es war Himmler, der sagte, dass man de SA oder SS beitreten solle, wenn man Waffen besitzen will, Zivilisten bräuchten keine Waffen, da sie nicht dem Staate dienen würden – frappierend ähnlich klingt doch das grünrote „Waffen nur für Polizei und Militär!“.
Die selektivhistorischen Bachblütenjakobiner bewegen sich mit ihren Entwaffnungsphantasien also auf ganz dünnem Eis und sollten sich hüten mit dem braunen Zaunpfahl zu winken, denn wer die Bürger entwaffnen will, steht immer selbst mit einem Bein im Führerbunker.
„Aber es wurden damals ja nur die Juden entwaffnet“ -Exakt! Und diese somit wehrlosen Juden erwischte es dann auch am schlimmsten, werte „Israelkritiker“ 😉
Ich bin mir recht sicher, dass damals auch ein gehäuftes Auftreten veganer Zahnspangenteenager im Kuscheltaumel kaum signifikanten Einfluss auf die Deportationen gehabt hätten, Waffen hingegen schon. Aber sie hätten zumindest ganz dolle Zeichen gesetzt und irgendwas überwunden und so.

Wir sehen also: kernige Sprüche kann ich auch, nur würde ich mir sowas im Amt verkneifen.

Zusammengefasst, salbadern also ein bornierter Betrunkener und eine bitchige Dauerpubertierende über Sachen, die sie nicht verstehen, weil sie bereits verbotene Kriegswaffen jetzt doppelt verbieten wollen und das Darknet mit der Plattform eGun oder den üblichen Händlerportalen verwechseln.

Grüne und SPD rezitieren also selbst bar jeden Fachwissens 1:1 das von Malmström und Marini vorgekaute Lobbyistenwerk und bemängeln im selben Atemzug, dass die Opposition sich bei anderen Quellen informierte, bzw. sich nicht im Rausch der Emotionen in Halbwahrheiten und faschistoiden Verbotsphantasien ergoss. Wenn das mal der ganzen Idiotie nicht noch das Sahnehäubchen der Beschissenheit aufsetzt.

Ein von dieser Thematik völlig unbeleckter Bürger kann sich nach 30 Minuten auf Google mehr Detailwissen über die Sache aneignen als die vermeintlichen Entscheidungsträger und das ist in meinen Augen eine Bankrotterklärung für diese Personen, die sich doch mit so viel Pathos selbst dazu beglückwünschen die Kompetenz in Person zu sein aber statt mit Fachwissen, Logik, Kompetenz und seriösem Auftreten zu glänzen, verharren diese Inkarnationen der Geschmacklosigkeit nur in einer vulgären Melange aus guilt by association, whataboutisms und den pubertären Schwanzvergleichen bildungsresistenter Schulhofschläger.

Wenn dieser Haufen Laberkasper also das Beste ist, was das Land zu bieten hat, dann ist dieses Land politisch so tot wie ein überfahrener Igel auf der A8 und selbst der kann zumindest stinken – ich frage mich bis jetzt immer noch was Püppi und Schluckspecht wirklich gut können außer sich selbst geil und den Rest kacke zu finden.

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8 Kommentare zu “Ein Rant an die Politik

  1. Bei der GRA FB Page veröffentlicht. Super Beitrag. 🙂

    Date: Thu, 3 Dec 2015 11:17:50 +0000 To: m_schieferdecker@hotmail.com

  2. […] einer weiter unten bereits erwähnten Debatte äußerte ein Professor Gantzer, seines Zeichens Landtagsabeordneter der SPD Bayern, vor laufender […]

  3. […] einer weiter unten bereits erwähnten Debatte äußerte ein Professor Gantzer, seines Zeichens Landtagsabeordneter der SPD Bayern, vor laufender […]

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