Texas trägt jetzt offen

Die Sensationspresse weiß es mal wieder besser und verteufelt in altbekannter Manier den bösen Waffenami, denn wahre Glückseligkeit erfährt der Untertan nur durch unbeirrbaren Gehorsam und Medienhörigkeit, da die redaktionelle Herrenrasse und nur diese alleine das Deutungsmonopol für alles hat.
In den USA ist trotz steigender Waffenverkäufe die Zahl der Verbrechen rückläufig.
Das FBI geht von jährlich mindestens 2 Millionen vereitelten Straftaten durch den Einsatz von Schusswaffen aus, dabei wird in den seltensten Fällen geschossen.
Nahezu alle großen Schießereien werden in waffenfreien Zonen verübt.
Die Staaten mit der restriktivsten Waffengesetzgebung haben die höchste Kriminalitätsrate.
Von den jährlich 30000 Toten sind die meisten Selbstmörder – Japan und England zeigten, dass ein Waffenverbot die Zahl der Suizide nicht reduziert, die Selbstmörder weichen auf Alternativen aus.
Von den restlichen Toten fallen viele Bandenkriegen zum Opfer – ein Symptom des „war on drugs“, der seit Jahrzehnten keinen Erfolg hat aber immer mehr Leichen produziert.
Ein weiterer Teil wird von Polizisten erschossen und was dann noch übrig bleibt, ist im Weltschnitt nicht mal unter den ersten 15 Plätzen.
Seit Chicago kürzlich den Bürgern das verdeckte Führen von Feuerwaffen erlaubte, sank die Verbrechensrate um über 20%
Chicago und Detroit stellten zusammen mit New York und Washington die Verbrechensbrennpunkte der USA dar.
Allen war gemein, dass sie ein Totalverbot für jegliche Art für Feuerwaffen hatten, bis Chicago jetzt eben aus dem Raster fiel.
Die USA sind also weder besonders gewalttätig noch irgendwie exotisch auf Verbrechen mit Schusswaffen fixiert – nur die Boulevardpresse, die mit ihrem Clickbaitjournalismus unseriöses Cherrypicking betreibt.
Ob Texas nun mit „open carry“ Erfolg haben wird, wird sich zeigen – in 6-12 Monaten muss die Zahl der Gewaltverbrechen ja nun entweder steigen oder sinken.
Die übertriebenen und in der Regel aus dem Zusammenhang gerissenen Zahlen sind seit Jahren der Inkompetenz und Ignoranz einer sensationsgeilen Journaille anzulasten, die den Pressekodex bestenfalls als Klolektüre sieht und lieber mit emotionalem Sensationalismus Profit macht statt die Leser faktenbasiert und unverzerrt zu informieren.
Da lässt man tatsächlich immer noch diesen Scharlatan Pfeiffer zu Wort kommen, der die Anschläge in Paris Computerspielen anlastet, denn die Terroristen hätten sich vermutlich „an Egoshootern berauscht“ um in Tötungsstimmung zu kommen.
Saufen die in der Redaktionssitzung Farbverdünner oder wie kommt man auf den absurden Gedanken so eine strunzdumme Fickpisse für investigativen Journalismus zu halten?
Und völlig egal wie man darauf reagiert – es ist ja grundsätzlich eine „Reaktion der Waffenlobby“ – weil ein paar Blogger und Bürger auf Facebook ja die unbesiegbare Macht sind, die alle Parteien unter ihrer Fuchtel haben :v
Die Waffenlobby in Deutschland sind milliardenschwere Konzerne wie Krauss-Maffei Wegmann, Oerlikon oder Rheinmetall.
Denen sind Zivilisten mit Pistolen scheißegal, die machen ihre Umsätze mit Regierungsaufträgen – sie verdienen sich goldene Paläste durch die systematische Ermordung von Zivilisten in anderen Ländern, im Auftrag unserer Qualitätsregierung, die dann pathetisch Sportschützen und Jägern eine Art kollektive Mitverantwortung andichten will, wenn die Kollateralschäden ihrer Ressourcenkriege plötzlich an der Tür klopfen und Bomben und Cafés werfen, weil zuvor Merkels Drohne einen Kindergarten in Dschalalabad einebnete.
Ihr wollt Frieden?
Dann hört auf den Kriegstreibern die Ärsche zu küssen, verdammte Hacke.
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2 Kommentare zu “Texas trägt jetzt offen

  1. […] veröffentlicht auf Semper Fidelis:Die Sensationspresse weiß es mal wieder besser und verteufelt in altbekannter Manier den […]

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