Opfer oder nicht

http://www.welt.de/vermischtes/article154083748/Warum-der-Knast-fuer-Einbrecher-die-beste-Schule-ist.html

 

Sich selbst in einer permanenten Opferrolle zu halten, grenzt an suizidale Tendenzen. Wer nicht selbst in der Lage ist, sich zu wehren, sollte zumindest anderen diese Option nicht vorenthalten, nur weil er seine eigene Angststarre auf sein Umfeld projiziert – wie zum Beispiel der Pfarrer bei Maischberger.
Es ist unseriös, aus den eigenen Ängsten oder gar Aggressionen auf eine allgemeingültige Formel für die Gesellschaft zu schließen, denn dazu ist das Ego zu insignifikant, sind Medienberichte zu einseitig, weil klientel- oder agendaorientiert.

An Sachkunde oder ähnlichen Dingen will auch keiner rütteln. Lediglich eine Einbindung des Selbstschutzes in das Bedürfnisprinzip (Das Bedürfnis im Waffengesetz hat nichts mit einem Bedürfnis wie Nahrungsaufnahme zu tun, sondern ist ein Fachbegriff, der einen bestimmten vom Waffenrecht umfassten Zweck umfasst. Das kann man auf Google suchen, denn die detaillierte Erklärung würde hier den Rahmen sprengen) wird angestrebt, so wie es in Österreich, der Schweiz und vielen anderen zivilisierten Ländern auch problemlos praktiziert wird.

Wer eine Waffe zum Selbstschutz führen will, sollte das beispielsweise mit einer Verpflichtung zur regelmäßigen Teilnahme an speziellen Kursen und Trainings auch machen können.

Polizisten bekommen 50 Schuss jährlich um im Training zu bleiben – das haue ich als Sportschütze in 30 Minuten raus, wenn ich auf Fallplatte gehe.

In dieser Hinsicht ist also der durchschnittliche Sportschütze weitaus besser im Training und im Umgang mit Schusswaffen routinierter als der durchschnittliche Polizist und was die Rechtssicherheit angeht, kann man diese in Kursen lernen.

Keiner will mit dem Gewaltmonopol konkurrieren, es geht um die Option das im Grundgesetz zugesicherte Recht auf Notwehr umsetzen zu können, denn ein bewaffneter Einbrecher wird mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht bei einem Tässchen Rindentee über seine Kindheitstraumata plaudern.

Es muss möglich sein, über dieses Thema ohne emotionalisierte Schauermärchen und spekulative Szenarien zu debattieren, denn die Verbrecher sind da und die Polizei ist totgespart und überlastet. Vorhandene Probleme verschwinden nicht dadurch, dass Fragesteller, Experten und Menschen, die Vorschläge oder Ideen haben, mit Totschlagphrasen genötigt oder mit Strohmannargumenten in politische Ecken gestellt werden.

Wenn die Debatte schon im Keim erstickt wird, steht die Freiheit ohnehin schon auf tönernen Füßen und die berechtigte Frage stellt sich, ob wir nicht bereits in totalitären Strukturen leben.

Räuber Opfer

Advertisements

Ein Kommentar zu “Opfer oder nicht

  1. JanCux sagt:

    Wie immer volle Punktzahl ! Daumen hoch !

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s