Nicht ganz so actionreiche Action

Seit ich selbst schieße, sind Actionfilme, bzw. allgemein der Einsatz von Schusswaffen in Filmen eine Qual für mich.
Da erscheint aus den Tiefen der CGI schnell mal eine Glock mit Hahn, oder Revolver fassen sagenhafte 50 Schuss in der Trommel.
Generell werden Revolver immer „Pistole“ und Pistolen immer „Revolver“ genannt.

Im Grunde genommen fühlt man sich ein zweites Mal wie in der Phase des Erwachsenwerdens, als man schrittweise feststellte, dass Märchen nicht echt sind und man jahrelang völlig grundlos um Hänsel und Gretel bangte.

Wut und Ohnmacht manifestieren sich dann, wenn man plötzlich die Erkenntnis erlangt, dass Politiker aufgrund solcher Erwachsenenmärchen Gesetze verabschieden und dies mit der Phrase „in jedem Märchen steckt ein Fünkchen Wahrheit“ begründen.
Die Grünen fordern bis heute noch ein Verbot von „Copkiller-Munition“ – dieser Begriff stammt aus der Filmreihe „Lethal Weapon“ und es gab im echten Leben noch nie eine Munition, die so hieß. Die Grünen könnten ebenso eine Leistungsreduzierung für Laserblaster fordern weil man ja in Star Wars sah, wie heftig diese Dinger sind.

Das passiert, wenn Menschen über nicht mehr als eine Art rudimentäre Bauernschläue verfügen und nur deshalb im Parlament landen konnten, weil sie sich mit Erpressung oder Beziehungen in ihren Posten mogeln konnten, oder nur schlauer als die Konkurrenz oder die Trottel klangen, die sie wählten.
Eine Horde abergläubischer Kretins ist aber keine Regierung sondern eine Diktatur der Trottel – was wir lieber dem Film „Idiocracy“ überlassen sollten.
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12 Kommentare zu “Nicht ganz so actionreiche Action

  1. Thorsten Willms sagt:

    Ich stimme ja im großen und ganzen zu, aber was soll daran falsch sein einen Revolver als Pistole zu bezeichnen? Sowohl die Selbstladepistole als auch der Revolver sind Pistolen! Das sollte ein Sportschütze mit Waffensachkunde eigentlich wissen!

  2. alphachamber sagt:

    In dem Zusammenhang habe ich in Katja Triebels Blog zu Ihrer letzten Einstellung kommentiert, u.a.:

    „…Ich befinde mich gerade nicht in der BRD, aber wurde von Ihren größeren Verbänden mal in Erwägung gezogen Aufklärungsseminare für politische Entscheidungsträger abzuhalten? Wären da überhaupt Interesse?“

    Bis jetzt kam keine Antwort. War meine Frage zu naiv/irrelevant?
    Ich denke, wenn man um seine Existenz kämpft, sollte alles versucht werden. Ernsthafter Lobbyismus könnte solche Veranstantungen doch zu Wege bringen, nein??

    • Bei Politikern konnten wir bisher feststellen, dass einige sehr wohl Daten und Fakten kennen, diese aber verfälschen oder ignorieren, weil sie eine andere Agenda pushen wollen.
      Dann gibt es noch die Allerweltspolitiker, die nichts wissen und das auch nicht ändern wollen, weil sie der festen Überzeugung sind, dass ihr Amt alleine ihnen so eine Art magisches Bauchgefühl schenkt, welches sie grundsätzlich alles richtig machen lässt.
      Weder die einen noch die anderen sind mit Argumenten erreichbar und der winzige Rest, der Ahnung und Willen hat, der hält eh zu uns.

      • alphachamber sagt:

        Das sind traurig aus, ist aber in etwa so ein internationales Phänomen. (Ich bin hier im NOC der Shooting Federation. Jede Art von Sportschießen, auch Olympic shooting and IPSC wurden 2000 komplett „stillgelegt“ in einem landesweiten Waffenverbot und erst vor kurzem wiederbelebt. Wir fangen bei „0“ an. Letzten Monat hatten wir den 1. nationalen IPSC Wettbewerb, war voller Erfolg.) Bei einem Besuch in der BRD letztes Jahr habe ich mitbekommen, wie die Verbände laufend gegen weitere Restriktionen ankämpfen müssen.
        Wäre z.B. Dobrinth zuständig, hätten Sie die Projektil-Mauth: Jede 20 Meter Entfernung zum Ziel, müssen Clubs extra Gebühren abführen. LOL

  3. […] und den Rest lernt man eben aus Film und Fernsehen. Wie durch Zufall erschienen heute zwei weitere Blogbeiträge, in denen die Verfasser auf Schusswaffengebrauch in Actionfilmen und deren […]

  4. Tja,das kommt davon wenn man zuviel reality TV schaut —dann glaubt man als Politiker auch dem lieben Onkel aus America alles was er sagt!
    Aber mal im Ernst,-Das ständig so ein hanebüchener Blödsinn in Filmem zu sehen ist,liegt an folgenden Faktoren.(ich bin seit 20 Jahren in genau diesem Massenverblödungsbusines tätig und weiß wovon ich rede) Wie wird ein Film gemacht…?.Jemand schreibt ein Drehbuch (meistens ohne Ahnung von der Materie Waffen)die wenigsten haben Ahnung von Waffen und auch kein Interesse an Information.
    Eine Produktionsfirma kauft die Rechte ,und sucht sich einen Regiseur ……..
    Ein Regiseur setzt das ganze um (wenige mit Fachwissen)
    Dann gibt es noch den Produktionsleiter (Herr der Finanzen ) und die Aussen wie Innenrequisiteure die meistens die Waffen von Fachfirmen wie meiner ordern.Welche jedoch auch null Ahnung von Waffen haben und auch nicht haben wollen.
    Da kommen dann solche Sachen wie–Die Mordwaffe hat das gleiche Kaliber wie beim letzten Mord- 9mmPAK–tatsächlich passiert.(Kaliber von einer Reck Miami 92 abgelesen)
    Wenige Regiseure haben an realistischen Abläufen Interesse ,weil es die Spannung nimmt- so rennt dann irgendein Trottel mit einer Pumpgun durchs Bild ,die er bei jeder Gelegenheit durchlädt ohne das eine Hülse herausfliegt–In Realität wäre sie im Moment der Schußabgabe schon leer.:-)
    Manche Regiseure sind froh über Infos zur Realität—andere sind gleich unseren Politikern absolut beratungsresistent!!! Selten werden Leute mit fachlicher Kompetenz zu Rate gezogen— So läuft das beim Film…..und in der Regierung Beste Grüße und allzeit gut Schuß

    • Ein Film soll ja auch in erster Linie unterhalten und ignoriert man die technischen Details, tut das so mancher Film auch.
      Problematisch wird es halt, wenn Politiker Gesetze mit Szenarien aus Filmen begründen.
      Keiner käme auf den absurden Gedanken, alten Frauen das Verkaufen von Äpfeln zu verbieten, nur weil in Schneewittchen eine verkleidete Hexe damit Unheil anrichtete.
      Gruß zurück 🙂

  5. Stimmt ,da muß ich dir recht geben…absolut- ich wolle auch nur kurz erklären wie die Zusammenhänge Filmtechnisch im Detail entstehen (in der Politischen landschaft habe ich nur die Informationen die jeder hat) aber das finde ich ebenso skuril…mag jeder seine Schlüsse daraus für sich ziehen.-was Schnewittchen betrifft bin ich da anderer Meinung-sorry Ich erlebe gerade,das ich 160 ordnungsgemäß abgeänderte Dekowaffen (bis 4.8 2016 legal) nun nicht mehr verleihen darf laut EU richtlinie…das ist meine Existenz—-.ab November sollen auch meine KWKG Salut-Waffen betroffen sein. die dann verboten werden. Entschädigung Fehlanzeige-ich hab ja angeblich keinen Schaden davon……ich darf sie ja NOCH legal besitzen……aber eben nicht verleihen…geschweige denn in der EU verkaufen…..meines Erachtens staatliche Enteignung- mit dem Hintergrund Entschädigungen zu sparen-man schlägt mir eine Nachbesserung nach geltendem Recht (lach) vor welches mit 400Eur pro Waffe Prüfungsgebühr laut Beschußamt Köln zu Buche schlägt……plus Kosten für die Nachbesserung.
    da ist das Märchen von Schnewittchen doch sehr Realittsnah oder?

    • Naja, vielleicht hätte ich schreiben sollen „kein zurechnungsfähiger Mensch käme auf den absurden Gedanken“.
      Dass die Entscheidungen deutscher Politiker an Dummheit und Absurdität kaum zu übertreffen sind, ist ja bekannt.
      Mit solchen Kaspereien zerstören sie die eh schon fragile deusche Filmindustrie.
      Ich könnte kotzen, wenn ich solche Entscheidungen erlebe.

  6. natürlich meine ich Schneewitchen und realitätsnah…..blöde Tastatur sorry

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