Nizza

Das Tatmittel ist insignifikant, die Ideologie des Menschen ist das Problem. Rechtschaffene Bürger können mit dem Panzer einkaufen und nichts wird passieren – ideologisch hirngewaschenen Mördern kann man keine Dose Tic Tac in die Hand geben, ohne dass diese versuchen werden, damit zu töten.
Wer glaubt, dass man einen Gegenstand nur nach dessen vermeintlichem Herstellungszweck verwenden kann, wurde spätestens mit Nizza eines besseren belehrt – es war kein Selbstlader, kein Sprengstoff und kein Gift, es war ein simpler LKW.
Egal was einem Totalverbot erliegen sollte, die Terroristen werden ebenso schnell einen Ersatz finden.
Timothy McVeigh tötete 1995 186 Menschen mit einem explosiven Gemisch aus Dünger und Nitromethan (Spritzusatz für Rennautos).
In China und Japan sterben jährlich zahllose Menschen durch Macheten, Schwerter und Messer.
In den vermeintlichen Paradiesen der Sozialisten Venezuela und Brasilien sterben ungezählte Menschen durch den Missbrauch von Feuerwaffen, obwohl diese dort gänzlich verboten sind – es gibt sie trotzdem.
Verbote treffen keine Verbrecher, Verbote schaffen einen Schwarzmarkt und stärken damit das Verbrechen sogar noch – das sah man deutlich während der Prohibitionszeit in den USA, die Al Capone zur Ikone machte.
Andere Verbote schufen Milliardäre die Pablo Escobar und der sogenannte „War on Drugs“ ist seit Jahrzehnten evident nutzlos. Die Drogen fluten die Straßen, Menschen sterben durch illegale Waffen in Bandenkriegen und alles wird jährlich schlimmer.
Deshalb sind diese Verbotsdebatten unter Politikern nur eine Beruhigungspille für die Massen, da sie nur der Versuch sind, eine simple Lösung für ein komplexes Problem zu bieten, was de facto unseriös ist und Mordopfer zu Stilmitteln des Wahlkampfes degradiert.
Selbst die Presse scheint langsam zu bemerken, dass trotz immer weiterer Verbote und Reglements, die Terrorwelle nicht abreißt, jedoch die Rechte und Freiheiten unbescholtener Bürger immer mehr eingeengt werden.
Das Resultat immer weiterer Verbote wird ein Überwachungsstat im Stile von 1984 oder Minority Report sein, die ersten Anflüge dessen erleben wir aktuell schon mit dem schon pathologisch anmutenden Generalverdacht der Politiker gegen die eigenen Wähler.
Terror hat eine große Hauptursache: soziales Ungleichgewicht. Solange dieses nicht behoben wird, wird es immer Terror geben, egal was die Politik in manischer Selbstherrlichkeit noch alles verbieten möge.
Die Crux ist, dass dieses soziale Ungleichgewicht ebenfalls von Ideologen instrumentalisiert wird und diese durch hohle Phrasen wie „sozial gerecht“ Schindluder damit treiben.
Deshalb hört auf die Worte Reinhard Meys: Seid wachsam!
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Ein Kommentar zu “Nizza

  1. Das Tatmittel ist nicht ganz insignifikant. Denn genau solche Attentate mit Fahrzeugen werden in Israel seit Jahren begangen …

    Das wird aber keinen Waffengegner davon überzeugen, daß das Tatmittel nebensächlich ist.

    Ansonsten stimme ich Dir 100%ig zu.

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