Abmahn-Abzocke mit CLP-Verordnung — Katja Triebel

Darin ist die EU ganz groß. Eine Flut von Regelwerken und Verordnungen mit einer Detailverliebtheit, die jeden Autisten wie einen ungewaschenen Lumpensammler wirken lässt.

Unverzichtbar, ja lebensnotwendig, die exakte Kennzeichnung von Elixier aus fermentiertem Amselarschritzenextrakt, aber an anderer Stelle kann man dann wieder sehenden Auges alles ignorieren und sich zeitgleich theatralisch empören, wie der IS sich nur erdreisten kann, statt Anschläge ordnungsgemäß bei der dafür zuständigen Behörde anzumelden, sich unter Leute zu mischen, die in Verbotenland problemlos, da nur selten bemerkt, unter neunzehn Scheinidentitäten Bezüge abgreifen können, weil eine genauere Begutachtung der Vita in den Augen gewisser Ideologen nur noch einen Steinwurf von Auschwitz entfernt zu sein scheint.

Profitabel für Abmahner – die blutpissenden Hafenhuren der Juristenszene – ist das allemal.

Die neue Kennzeichnungspflicht ist das Äquivalent zum Hinweis, man müsse vor dem Einschieben in den Backofen, die Folie von der Pizza entfernen.
Das mag den Evolutionskevins helfen, nicht an einer Überdosis Polyethylen zu ersticken, aber solchen Leuten würde ich nicht mal einen spitzen Stock in die Hand geben, geschweige denn Pulver oder Tombaklöser verkaufen, weil sie vermutlich nicht verstehen, was das ist.

 

 

Wer sich wundert, warum unsere Produkte jetzt so merkwürdig im Online-Shop aussehen, der darf die EU dafür verantwortlich machen. Eingeführt wurde die Verordnung zunächst nur für Biozidprodukte (Gefahrenklasse 2 bis 5) um Endverbraucher über Gefahren zu informieren. Doch mittlerweile fällt auch die Gefahrenklasse 1 darunter, wozu Munition, Zündhütchen und Pulver gehören, dazu. Gleiches gilt für […]

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