Linksunten ist weg

Das BMI verbot das Portal Linksunten.indymedia und machte Razzien bei den Betreibern in Baden-Württemberg.
 
Die üblichen Extremisten wie die TAZ und Julia Schramm empören sich jetzt über die selben ungeheuerlichen Eingriffe in Meinungs- und Redefreiheit, die sie bei Oppositionellen noch mit Süffisanz und Feixen begrüßten.
 
Das ist das zweischneidige Schwert der Zensur, denn es schwingt in beide Richtungen und kann gegebenenfalls alle enthaupten.
 
Deshalb gilt nach wie vor der Grundsatz, dass man entweder über die Grenzen von Meinungs- und Redefreiheit debattiert, oder beide einfach hat.
Es gibt nur Freiheit oder abseits davon zahlreiche Facetten des Faschismus.
 
Ich wünsche mir, dass TAZ, Schramm und wie sie alle heißen mögen, dies als Signal erkennen, zur Raison kommen und feststellen, dass die Spaltung der Bürger in Links und Rechts auch nur die Mechanik von divide et impera ist – während die Plebs sich gegenseitig bekriegen, können die Hegemonen walten wie es ihnen beliebt.
 
Ich bin der Letzte, der Linksunten.indymedia positive Aspekte abgewinnen kann, denn diese Seite koordinierte und triggerte nachweislich an Terrorismus grenzende Akte wie die Ausschreitungen auf dem G20-Gipfel und andere Aktionen, jedoch betrachte ich solche Sperrungen mit Sorge.
Wie gesagt: wenn sie die ersten Leute abholen, spielt es keine Rolle, bei welchem politischen Spektrum man beginnt.
 
Aktuell erfahren wir – noch auf digitaler Ebene – das was Niemöller in die Geschichtsbücher brachte:
„Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist.
Als sie die Sozialdemokraten einsperrten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Sozialdemokrat.
Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Gewerkschafter.
Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.“
Die Nazis sind tot, jetzt gibt es eine Bedrohung, die wesentlich heimtückischer ist. Sie sieht freundlich und besonnen aus, engagiert sich für Umweltschutz und gibt vor die Schwächsten der Gesellschaft zu stärken, will in den Reichen die Wurzel allen Übels erkennen und verteufelt sowohl Kapitalismus als auch die USA und Russland.
Also alles wie vor 80 Jahren, nur mit einer Regenbogenflagge.
Das Nazireich verschmolz mit der DDR und bietet nun erstmals einen kleinen Vorgeschmack dessen was noch kommen möge.
 
Zieht Euch warm an. Der Feind meines Feindes ist nicht mein Freund.

„Ich mag verdammen was Du sagst, aber ich gebe mein Leben dafür, das Du es weiterhin kannst!“ lautet ein unter Libertären beliebter Satz.
Vielleicht kommt bald der Lackmustest für die wenigen verbleibenden Freiheitlichen, der dann zeigt, wie überzeugt sie von ihrer Philosophie sind.

Erst stirbt die Freiheit, dann folgen Menschen.

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